NBBL: Metropol erreicht die Playoffs und trifft auf Berlin

Ruhrgebiet. Die U19 der Metropol Baskets Ruhr hat sich am vorletzten Spieltag der NBBL-Hauptrunde das Playoff-Ticket für das Achtelfinale gesichert. Dort tritt die Ruhrgebiets-Auswahl als Tabellendritter des Westens in drei Wochen zuerst auswärts in Berlin an. Aber anders als im Vorjahr, als Metropol im Achtelfinale gegen den späteren Deutschen Meister Alba Berlin in zwei Spielen ausschied, trifft das Team der Kooperationspartner ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und VfL AstroStars Bochum sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und RuhrBaskets Witten nun auf die AB Baskets Berlin. Wer im Achtelfinale gegen Titelverteidiger Alba Berlin ran muss, entscheidet sich am kommenden Sonntag im direkten Duell zwischen Phoenix Hagen und Gießen 46ers. Hagen und Gießen spielen den letzten freien Playoff-Platz des Westens hinter Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Metropol aus.

Die U19 der Metropol Baskets Ruhr entledigte sich in der Bochumer Rundsporthalle vor eigenem Publikum seiner Pflichtaufgabe gegen den Tabellenachten Bonn/Rhöndorf mit einer Halbzeit Anlauf. Nach dem 38:39-Rückstand zur Pause und einer gepfefferten Halbzeitansprache des Trainer-Trios Thorsten Morzuch, Petar Topalski und Yannick Foschi kam Metropol nach zuletzt drei Niederlagen in Serie noch zu einem souveränen 86:63-Erfolg gegen die abstiegsgefährdeten Rheinländer. Das Team Bonn/Rhöndorf muss in die Playdowns.

Platz zwei können die Metropol Baskets Ruhr nicht mehr erreichen, weil Bayer Leverkusen auswärts in Gießen gewann und sich damit den Heimvorteil im Playoff-Achtelfinale sicherte. Metropol kann aber weder von Hagen noch von Gießen eingeholt werden, da beide Teams einen Sieg hinter MBR liegen und beide im direkten Vergleich schlechter sind. „Für uns ist Platz drei optimal. In den letzten zwei Jahren sind unsere Teams immer in den Playoffs an Alba Berlin gescheitert. Ein Duell mit Alba könnte es jetzt erst Ende Mai beim Top4-Turnier in Jena geben“, sagt Metropol-Koordinator Holger Velmeden mit einem Augenzwinkern.

Der erneute Playoff-Einzug in der U19-Bundesliga ist ein Riesenerfolg für das Metropol-Projekt. „Natürlich wäre es fantastisch, ins Viertelfinale der besten acht U19-Mannschaften Deutschlands einzuziehen. Aber dazu müssten wir in Berlin gewinnen“, erklärt Headcoach Thorsten Morzuch. Die AB Baskets haben im ersten (31.3.) und möglicherweisen dritten Spiel (14.4.) Heimrecht, Metropol nur am 7.4. Die AB Baskets schlugen am Sonntag zum zweiten Mal in dieser Saison den amtierenden Meister Alba Berlin. Alba hat aber meist erst in den Playoffs sein Topteam beisammen – mit dem frisch gebackenen A-Nationalspieler Jonas Mattisseck und dem letzjährigen Metropol-Akteur Till Hornscheidt.

Um aber eine Viertelfinal-Chance zu haben, muss Metropol im Achtelfinale anders auftreten als in der ersten Hälfte gegen Bonn/Rhöndorf. Die U19 des Erstligisten Telekom Baskets Bonn trat mit einem Minimalkader von acht Spielern an. Dennoch führte der Gast zur Pause 39:38, fast noch schlimmer: Den Reboundvergleich gewann Bonn/Rhöndorf 24:21. Das sollte sich in Halbzeit zwei komplett ändern. Aggressiv kam Metropol aus der Kabine, übernahm gleich mit einem 14:2-Run die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Die Rebounds gingen mit 24:11 an Metropol, 23:10 und 25:14 gingen die Viertel drei und vier an den Favoriten. Der kann sich am letzten Spieltag in Oldenburg am kommenden Sonntag (17.3., 15 Uhr) sogar eine Niederlage erlauben, beendet dennoch die Saison als Dritter.


Patrick Liebert, Luca Michels und Din Pobric (v.l.) – drei der fünf „2002er“, die beim Metropol-Sieg über Bonn/Rhöndorf mitwirkten und insgesamt 23 Punkte erzielten. Zum Quintett gehörten noch Lennard Kaprolat und Nils Charfreitag. Foto: Dirk Unverferth

MBR hatte erneut kurzfristige Ausfälle der Aufbauspieler Luca Gerke, Alexander Winck (beide krank) und Niels Meesmann sowie Center Semih Sehovic (beide verletzt) verkraften müssen. Dafür gelang dem Team das seltene Kunststück, dass gleich drei Spieler ein Double-Double in Punkten und Rebounds auflegten: Kapitän Erik Neusel (19/11) war Topscorer, Nils Peters (15/10) und der genesene Philipp von Quenaudon (10/10) schafften das Double-Double ebenfalls. Hauchdünn verpasste es Spielmacher Felipe Galvez Braatz mit 14 Punkten und 8 Assists. Auch fünf Spieler des Jungjahrgangs 2002 erhielten viel Spielzeit – ein Fingerzeig Richtung neuer Saison. 7 der 12 Spieler von Sonntag tragen auch in der kommenden Saison noch das Metropol-Trikot in der NBBL.

Metropol: Felipe Galvez Braatz (14/1, 8 Assists), Patrick Liebert (10/2), Luca Michels (7/1), Valentin Bredeck (3), Lasse Bungart, Philipp von Quenaudon (10, 10 Reb.), Din Pobric (2), Nils Peters (15, 10 Reb.), Erik Neusel (19/3, 11 Reb.), Leonard Kröner (2), Lennard Kaprolat (4), Nils Charfreitag.

Das „W“ für „Win“ – Die U19 der Metropol Baskets Ruhr hat die NBBL-Playoffs erreicht. Gegner dort sind die AB Baskets Berlin.

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