Nach doppelter Overtime ohne Punkte – bittere Niederlage der 2. Regio in Barmen

Barmer TV – ETB 73:70 (nach 2. OT)

In der ersten Halbzeit sah es gar nicht gut aus für das junge Team von Coach Tobias Trutzenberg. Nach verhaltenem ersten Viertel lagen die Essener mit 10:17 hinten, nach weiteren vier punktlosen Minuten zu Beginn des zweiten Viertels erhöhte Barmen zur Halbzeit sogar auf 32:19. Essen nahm zu diesem Zeitpunkt viele unkluge Würfe, die auch nicht ihr Ziel fanden und konnte mit den gerade einmal zehn und neun Punkten aus den ersten beiden Vierteln nicht zufrieden sein.

Ganz anders der Auftritt nach der Halbzeitpause. Offensichtlich an ihrer Ehre gepackt, kämpften sich die ETBler im dritten Viertel mit einem 10:0 Lauf wieder heran, Barmen gelang nun nicht mehr viel. Bis zur 26. Minute kein einziger Feldkorb für die Gastgeber. Das Spiel wurde nun intensiver geführt und immer wieder gingen Spieler an die Freiwurflinie. Nach einem starken dritten Viertel hatte Essen ausgeglichen (43:43) und Barmen kam kaum noch bis zum Korb, der nun mit starker Defense engagiert verteidigt wurde. Doch wer nun dachte, das Momentum läge auf Essener Seite, hatte sich getäuscht. Mit 11:0 startete Barmen ins letzte Viertel – fünf Minuten ließ Essen nun darauf warten, dass überhaupt mal wieder ein Ball den gegnerischen Korb fand. Ein klares Spiel der Läufe und die verbleibenden Minuten nutzte der ETB daher auch, Barmen punktlos zu lassen, während selbst mit 11:0 Lauf erneut ausgeglichen werden konnte (54:54). Ein kurioses Spiel, das der ETB mit dem letzten Wurf in der regulären Zeit für sich hätte entscheiden können, was leider nicht gelang.

Die erste Overtime endete 8:8, wobei nun die Zeit der Läufe vorbei war. Essen punktete von außen, zwei Dreier von Hamad und ein Korb von Gerke hielt Essen im Spiel, während Barmen bis auf einen Feldkorb nun ausschließlich von der Freiwurflinie punktete und dazu bedauerlicherweise aus Essener Sicht auch zahlreiche Gelegenheiten erhielt.  Daran änderte sich auch in der zweiten Overtime nichts, in der Barmen sechs mal an die Linie durfte, Essen erneut deutlich weniger. Allerdings ließen die Gastgeber höflicherweise die Hälfte der Freiwurfchancen ungenutzt. Aber Essen geriet zunehmend in Foultrouble, langsam schwanden die Kräfte und die personellen Optionen reduzierten sich zudem. Nach großem Kampf und etwas unglücklich musste sich Essen den ebenfalls hoch engagierten Wuppertalern beugen, verlor die zweite Overtime knapp und fuhr ohne Punkte nach Hause.

„In beiden Overtimes hat Barmen zusammen 20 Freiwürfe erhalten, wir gerade einmal 4. Das entsprach meiner Wahrnehmung nach nicht ganz der Situation auf dem Feld. Wir haben uns nach einer schwachen ersten Halbzeit noch einmal herangekämpft und hatten den letzten Wurf – damit wäre das Spiel entschieden gewesen. Wenn wir es hin bekämen, unsere Leistung konstant zu halten, würde es am Ende erst gar nicht so eng“,

fasste der emotional mitgenommene und frustrierte Coach nach der aus seiner Sicht vermeidbaren Niederlage zusammen.

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