Primetime: Miners hoffen im zweiten Heimspiel auf ersten Sieg

Im zweiten Versuch soll es klappen: Die ETB Wohnbau Miners wollen am Samstag gegen den SV Hagen-Haspe 70 (19.30h, Helmholtzhalle, Rosastraße 83, 45130 Essen) ihren ersten Heimsieg in der 1. Regionalliga West feiern. Acht Tage, nachdem das Team von Head Coach Iria Romaris zum Saisonauftakt den Bringiton Ballers Ibbenbüren nur eine Halbzeit lang Paroli bieten konnte, wollen Chris Alexander & Co ihre Fans über 40 Minuten begeistern.

Was die Tabelle sagt: Ebenso wie der ETB sind auch die Gäste nicht gut in die Saison gestartet. Den drei Essener Niederlagen stehen zwei Hagener Misserfolge gegenüber, lediglich beim noch sieglosen Citybasket Recklinghausen gelang Haspe am zweiten Spieltag ein 93:81-Auswärtserfolg. Zuletzt ging das Derby gegen die BG Hagen (erst im Schlussviertel) mit 67:76 verloren. Das Team von Martin Wasielewski steht damit auf Platz 10 der 1. Regionalliga West, die Miners verloren zuletzt deutlich mit 61:92 bei der BBG Herford und zieren das Tabellenende.

Wen wir erwarten: Der SV Hagen-Haspe 70 ist hinter dem ProA-Ligisten Phoenix und dessen Kooperationspartner BG die dritte Kraft in der Basketball-Hochburg Hagen. Eine „Mission Klassenerhalt“ haben die Gäste selbst als ihr Saisonziel ausgegeben und hierfür offenbar eine gute Mischung aus alten und jungen Spielern zusammengestellt. In den ersten Saisonspielen überzeugte der 32-jährige kanadische Aufbauspieler Jordan Rose (15 Punkte beim Sieg in Recklinghausen) ebenso wie der 24-jährige holländische Forward Tyson Kanseyo (18 Punkte, 15 Rebounds), der direkt vom US-College an die Volme wechselte. Neben den ausländischen Neuzugängen stehen zwei weitere Starter für viel Kontinuität beim Stadtteilverein: Louka Bampoulis glänzt wie bereits in den Vorjahren als treffsicherer Schütze von der Guard-Position, zuletzt in Recklinghausen als Topscorer mit 21 Punkten. In Sachen Vereinserfahrung muss er aber Oscar Luchterhandt den Vortritt lassen: Der Kapitän geht in seine 21. (!) Saison für die Hasper.

Was Head Coach Iria Romaris sagt: „Keine Frage, wir hatten uns die ersten Spiele anders vorgestellt. Aber bei allem Ehrgeiz, dass wir es nach den drei Niederlagen gegen starke Gegner am Samstag besser machen: Es gibt am vierten Spieltag einer Saison kein „Must-Win-Spiel“, das wir unbedingt gewinnen müssen. Die erste Halbzeit gegen Ibbenbüren hat gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können. Und wenn Michael Möbes, einer unserer Spieler aus Essen, die in der vergangenen Saison noch in unserer zweiten Mannschaft gespielt haben, am letzten Sonntag siebe Punkten allein im ersten Viertel erzielt, ist das schöner Beleg, dass auch unsere jungen Spieler auf dem neuen Level ankommen. Für einen Sieg brauchen wir jetzt Konstanz über 40 Minuten; neben harter Defense und Härte unterm Korb müssen wir vor allem an unserer Wurfauswahl arbeiten: Wenn wir gute Würfe nehmen, werden wir auch besser treffen.“

Was Besonders ist: Primetime in der Helmholtz-Halle. Die Miners spielen erstmals in dieser Saison am Samstagabend um 19.30h, und der nächste Heim-Auftritt zur „klassischen“ Essener Basketball-Zeit wird vier weitere Wochen auf sich warten lassen (bis zum 19.10., da das nächste Heimspiel am 6.10. auf einen Sonntag fällt). Zur Feier des Tages glänzt unsere Heimstätte mit einer neuer Korbanlage: Das Brett auf der linken Hallenseite wurde erst am Dienstag installiert, sein Vorgänger ging am Sonntag beim Spiel unserer U18-Mannschaft zu Bruch. Und wenn Scherben Glück bringen …

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