Nach 78:59-Sieg über Leverkusen auf Platz zwei

Mit den Metropol Baskets Ruhr ist auch in der aktuellen Saison der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) zu rechnen. Mit einem am Ende deutlichen 78:59 (37:36) fügte der U19-Bundesligist aus dem Ruhrgebiet dem TSV Bayer Leverkusen in der Essener Helmholtzhalle die erste Saisonniederlage bei. Damit schob sich das Kooperationstram von ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und VfL AstroStars Bochum auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Eintracht Frankfurt. Am kommenden Sonntag reisen die Metropol Baskets zum punktgleichen Erstliga-Nachwuchs aus Gießen (11.11., 14 Uhr), in 13 Tagen steht gegen Oldenburg das nächste Heimspiel an, dann beim Juniorpartner BSV Wulfen in der dortigen Gesamtschulhalle. (Sa., 17.11., 13 Uhr).

Gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Leverkusen sah es in den ersten Minuten überhaupt nicht nach einem Metropol-Heimsieg aus. Von 0:6 (2.) gerieten die Gastgeber über 7:17 (7.) bis auf 9:23 (8.) ins Hintertreffen. Erst traf Bayer-Center Lars Thiemann am Brett nach Belieben, dann markierte Ege Ilgan 6 Punkte in Serie. Metropol fand keine Bindung zum Gegner, mit einem bitteren 16:28 ging es zur ersten Viertelpause.

Eine Umstellung auf Zonenverteidigung war dann der Schlüssel zur Wende. Unter dem Jubel der lautstarken Fans kam das Team von Thorsten Morzuch, Petar Topalski und Yannik Foschi Punkt für Punkt heran. Philipp von Quenaudon arbeitete in seiner Heimhalle vorbildlich, war am Ende mit 19 Punkten Topscorer der Metropol Baskets. Der stark spielende Semih Sehovic bei seiner Saisonpremiere besorgte das 33:34, Valentin Bredeck per Fastbreak zum 35:34 die erste Führung (19.). Ebenso knapp war die Halbzeitführung von 37:36. Doch Metropol hatte Bayer im zweiten Viertel bei 8 Punkten gehalten.

Nach dem Seitenwechsel war das Momentum erst einmal wieder auf Leverkusener Seite. Bayer führte nach 28 Minuten mit 47:41, hinzu kam bei den Gastgebern Foultrouble auf den großen Positionen. Acht Mal war Lars Thiemann unter dem Korb gefoult worden, Ende des dritten Viertels hatten die Metropol-Center Nils Charfreitag und Semih Sehovic jeweils vier persönliche Fouls auf dem Kerbholz.

Die Entscheidung brachte eine aggressive Pressdeckung der Gastgeber. Ein Ball nach dem anderen klaute Metropol den teilweise überforderten Leverkusenern, die ihren Aufbauspieler Lennard Winter schmerzlich vermissten. Metropol hatte mit Nils Peters und Leonard Kröner ebenfalls zwei wichtige Akteure nicht im Kader. Metropool spielte sich in einen Rausch. Die letzten zweieinhalb Minuten des dritten Spielabschnitts gingen mit sage und schreibe 18:2 an die Ruhrgebiets-Auswahl. Statt 41:47 hieß es plötzlich 59:49. Kapitän Erik Neusel mit sieben Punkten, Felipe Galvez Braatz mit zwei Dreiern und zwei Freiwürfen sowie Semih Sehovic am Brett und Luca Gerke an der Linie – Metropol hatte das Match gedreht.

Und im Schlussviertel ging es genauso weiter. Diesmal markierten Philipp von Quenaudon und Alexander Winck je 7 Punkte, Luca Gerke steuerte zwei sichere Freiwürfe hinzu und schon war beim 74:54 (38.) die Entscheidung gefallen. Sehovic machte den Deckel zum 78:59.

Starkes Saisondebüt mit 11 Punkten: Semih Sehovic (41). Sechs Korbvorlagen kamen von Luca Gerke (8).

Mit breiter Brust fahren die Metropol Baskets Ruhr am kommenden Sonntag nach Gießen, auch wenn die dortige Akademie Mittelhessen mit einem 87:60-Auswärtssieg in Bonn aufhorchen ließen. Bonn, das Metropol zum Saisonstart nach Verlängerung geschlagen hatte, hat allerdings Topcenter Noah Litzbach verloren – der Metropol noch fast im Alleingang geschlagen hatte. In Gießen braucht Metropol wieder die mannschaftliche Geschlossenheit wie am Sonntag gegen Leverkusen – gleich sechs Spieler erzielten eine zweistellige Effektivität.

Metropol: Felipe Galvez Braatz (16/4, 4 Assists), Alexander Winck (10), Patrick Liebert, Valentin Bredeck (4), Luca Gerke (9, 6 Assists), Philipp von Quenaudon (19/1, 6 Rebounds), Simon Landwehr, Noah Wierig, Erik Neusel (7, 9 Rebounds, 4 Steals), Semih Sehovic (11, 5 Rebounds), Janne Bromisch, Nils Charfreitag (2).

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