In Oldenburg geht es für das NBBL-Team um die „goldene Ananas“

Ausgerechnet dem nächsten Gegner, den Oldenburg Baskets Juniors, haben es die Metropol Baskets Ruhr in der U19-Bundesliga zu verdanken, dass der letzte Spieltag in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) für die Ruhrgebiets-Auswahl zu einem Schaulaufen wird. Am Sonntag (17.3., 15 Uhr) muss das Kooperationsteam von ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und VfL AstroStars Bochum sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und Ruhrbaskets Witten nur noch pünktlich die Oldenburger Sporthalle am Haarenufer erreichen, um Platz drei in der NBBL-Westgruppe zu verteidigen. Auch für die Oldenburger geht es nach ihrem 89:80-Sieg über Hagen am vergangenen Sonntag um nichts mehr. Sie gehen von Platz sieben in die Playdowns, nachdem sie im Sommer den Aufstieg verpasst hatten und als Erstliga-Nachwuchs nur mit einer Wildcard in der NBBL mitspielen durften.

Das Hinspiel gewann Metropol in Wulfen gegen die Niedersachsen mit 73:65 (43:26), überzeugte dabei nur in der ersten Halbzeit. Bei Oldenburg fehlte damals Topscorer Melvin Papenfuß (17,8 Punkte im Schnitt), der Sonntag gegen Hagen beachtliche 30 Punkte markierte. Auf ihn sowie auf Alexander Hopp (15,8) und David Makivic (11,6) muss die Metropol-Defense besonders aufpassen. 2,15-m-Center Norris Agbakoko gestattete Metropol im Hinspiel 17 Rebounds – auch das muss am Sonntag in Niedersachsen besser gelöst werden.

Für das Metropol-Trainer-Trio Thorsten Morzuch, Petar Topalski und Yannick Foschi beginnt in Oldenburg die Vorbereitung auf das Play-off-Achtelfinale am 31. März in Berlin bei den AB Baskets. Zuletzt hatten die Coaches kein einziges Mal die Bestbesetzung zusammen. Die Aufbauspieler Luca Gerke und Alexander Winck sollten Sonntag aber wieder genesen sein, Center Semih Sehovic laboriert noch an einer Verletzung des Sprunggelenks und pausiert Im Hinspiel fehlte bei MBR mit Felipe Galvez Braatz (16,2 Punkte im Schnitt) ebenfalls der Topscorer. Zweistellig scoren bei der Ruhrgebiets-Auswahl außerdem Erik Neusel (13,8), Alex Winck (13,3), Nils Peters (11,2) und Luca Gerke (10,7). Philipp von Quenaudon (9,8) und Semih Sehovic (8,0) sind ebenfalls nicht weit von der Zweistelligkeit im Score entfernt.

So wird das Spiel in Niedersachsen für Metropol zu einem Charaktertest. Will das Team ins NBBL-Viertelfinale und unter die besten acht U19-Teams Deutschlands einziehen, muss es mindestens einmal in Berlin gewinnen. Und wie „Auswärtssieg“ geht, kann Metropol am Sonntag in Oldenburg lernen. Der letzte gelang dem Team am 3. Februar in Köln – vor sechs Wochen.

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