Und plötzlich ist Saison…

ETB – BC Soest 68:76

Für die U14-1 des ETB war die Vorbereitungszeit definitiv zu kurz, um gut sortiert in die Saison zu starten. Auch ein Attestieren aktuell wirklich an diversen Stellen schwieriger Rahmenbedingungen für Team und Coaches soll nicht entschuldigend vorgeschoben werden, setzt aber das Ergebnis des ersten Spiels in der höchsten NRW Liga der Jahrgänge 2006 und 2007 in ein realistisches Bild und erklärt einige Defizite. Das wird schon noch, die Saison ist ja noch lang!

Gegen einen gut eingespielten Gast aus Soest, der sein Spiel schwerpunktmäßig auf seinen Ausnahmespieler Tom Brüggemann ausrichtete, verschlief das ETB-Team das erste Viertel und spielte phasenweise unter Trainingsniveau. Immer wieder konnten die Soester durch einfaches pick and roll erfolgreich durch die Mitte zum Korb ziehen, rebounden und ausboxen für die ETBler im ersten Abschnitt nie gehörte Begriffe einer fremden Sportart. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und führten nach zehn Minuten bereits mit 24:9. Da staunten Spieler und Anhängerschaft nicht schlecht. Die in der letzten Saison noch meist druckvoll und überlegen gestarteten Essener realisierten langsam, dass sie nun gegen die elf besten und ehrgeizigsten Teams des Landes antreten werden. Da musste etwas mehr her.

Das zweite Viertel gestaltete sich freundlicher. Das Trainergespann probierte einige Umstellungen und mit Simon, der insgesamt vor allem in der Defense eine sehr gute Partie zeigte, fand sich auch ein geeigneterer Verteidiger für den blitzschnellen und sehr spielintelligenten Guard der Gäste. Dieser wurde im zweiten Viertel bei sechs Punkten gehalten, während Essen langsam Fahrt aufnahm und zumindest durch individuell starken Zug zum Korb besser punktete. 20:12 konnte Essen das zweite Viertel für sich entscheiden und ging mit nicht allzu großem Rückstand (29:36) in die Halbzeit.

Aber wer glaubte, Essen sei nun angekommen und würde das recht einfache Spiel der Soester (55 der 76 Punkte lagen schlussendlich auf zwei Spielern, 38 davon auf Tom Brüggemann) immer besser kontrollieren und das Spiel damit drehen, sah sich leider getäuscht. Bis zur 28. Minute konnte kein Boden gut gemacht werden, dann folgte ein 9:0 Lauf der Gäste und das Spiel schien entschieden. 45:64 der Stand aus Essener Sicht nach drei Vierteln. Damit konnten die Trainer nicht zufrieden sein. Dafür war das Spiel der Gäste zu einfach, gerade zweite Chancen wurden zu häufig angeboten, es gelang weiter nicht, die Mitte zu schließen und in der Offense wurden des öfteren unglückliche Entscheidungen getroffen.

In einem versöhnlichen letzten Viertel wollte Soest den komfortablen Vorsprung verwalten, während sich die ETBler nicht aufgaben, sondern immer besser ins Spiel fanden. In der 39. Minute fiel das 68:74 und die Zuschauer wurden nochmal unruhig. Jetzt noch mal zehn Minuten drauf, dann… aber so läuft es ja leider nicht. Soest nimmt die ersten Punkte verdient mit nach Hause. Essen hat noch viel Arbeit vor sich, um sich in der Liga gut zu präsentieren. Auf geht`s, ETB – no pain, no gain!

„Das erste Viertel haben wir total verpennt. Das war ein sehr unglücklicher Start. Wir sind noch nicht auf 100%, weder individuell noch im Team Play. Aber wir haben viel Charakter und Talent im Team. Dabei haben uns Simon, Max und Fynn heute schon phasenweise sehr gut gefallen. Sie sind alle drei aus dem jüngeren Jahrgang und werden in die Liga wachsen. Wir werden jetzt die Intensität im Training erhöhen. Da geht noch einiges“,

so die erfahrenen Coaches Dani und Marc nach dem Spiel.

Für den ETB am Start: Neo, Noah P., Noah S., Noah-Su, Svea, Simon, Fynn, Max, Lukas, Viktor und Thilo

Photo: Bereit zum Saisonauftakt 2019/2020

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