U14-1 kann Ausfälle nicht ausreichend kompensieren

ETB – Basket Duisburg 83:86

„Kopf hoch, Kopf hoch“ – mahnte Coach Marc seine Kids, die sich nach aufopferungsvollem Kampf gegen den erwartet starken Gegner knapp geschlagen geben mussten und selbigen gerade zwischen die Knie klemmen wollten. Nun klingt es immer ein wenig nach Ausrede, wenn man im Teamsport auf unglückliche Rahmenbedingungen oder diverse Ausfälle Bezug nimmt, aber was die U14-1 am vergangenen Samstag kompensieren musste war ungewöhnlich hart und einfach zu viel für das bevorstehende Spitzenspiel. Bereits seit längerem wird auf die Rückkehr von Guard Noah P. gewartet, der im Ballvortrag vermisst wird. Zudem mussten Hendrik und Svea mit grippalen Infekten aussetzen und dann klagte auch noch Leistungsträger Momo über Knieprobleme. Die gut aufgestellten U14-1er mussten daher auf drei ihrer fest integrierten U12er setzen, was aber nur teilweise gelang, weil diese nach der ersten Halbzeit zu ihrem Regionalligaspiel nach Leverkusen abgezogen wurden. Mental ganz schwierig für das gesamte Team, dabei den Fokus zu halten. Immerhin blieb noch die stets redliche Unterstützung von Alex aus der U14-2 – dahinter sah es dann aber traurig aus auf der Bank des ETB in Hälfte Nummer zwei. Aber von vorne.

Es fing schon schwierig an. Zwei Foulpfiffe in der ersten Spielminute an dem noch verbleibenden Big Man ließen die Kids ein wenig in der Defense erstarren und in Schongang schalten, was den ETB in eine ungewohnte 2:9 Rücklage brachte. Neo und Fynn sorgten in den folgenden Minuten dafür, dass das erste Viertel nicht in Gänze in die Hose ging und brachten ihr Team wieder mit 13:17 auf Schlagdistanz. Erneut durfte Duisburg drei Mal kurz hintereinander an die Linie und Essen geriet mit 13:25 ins Hintertreffen. Duisburg nach zehn Minuten 27:18 in Front. Von diesem Start lebten die Gäste in den folgenden drei Vierteln und brachten den Vorsprung bis zum Ende über die Zeit. Zunächst gelang es ihnen gar, den Abstand zu vergrößern. Duisburg führte in der 18. Minute bereits mit 51:33, es lief nicht viel zusammen beim ETB. Es lastete einfach zu viel Verantwortung auf Führungsspieler Neo. Dieser zeigte ein hervorragendes Spiel und eine großartige Moral, zog unermüdlich zum Korb und erhielt in der 18. die Gelegenheit, an der Linie zu punkten. Mit einem 13:2 Lauf lehnten sich Neo, Noah S. und Alex gegen die nun bereits drohende Niederlage auf und brachten den ETB zum Halbzeitstand von 45:53 wieder näher an die Duisburger heran. Die nun noch verbleibenden sechseinhalb Essener Spieler*innen kamen kampfbereit aus der Kabine. Jetzt nahm das Spiel deutlich an Intensität zu und gestaltete sich offen. Momo kam für ein paar Minuten aufs Feld. Das reichte, um dem Team Aufwind und Stabilität zu geben. Mehr ging allerdings nicht für den Reboundspezialisten, der so schmerzlich unter den Körben vermisst wurde, aber jetzt waren seine Teamkameraden wach. Das dritte Viertel entschied der ETB mit 23:17 für sich, nur noch zwei Punkte hinter Duisburg. Alex erzielte in der 31. Minute den Ausgleich, das Momentum schien auf Essener Seite. Aber der Duisburger Guard hielt dagegen und führte sein Team mit starken Aktionen zum Sieg. Da halfen auch zwei weitere Minuten mit Momo, in denen dieser sechs Punkte in Folge erzielte, nichts mehr. Game over.

„Das war schon hart für uns und das Team heute. Da kam aber auch alles zusammen, worauf man sich als Trainer einzustellen versucht. Wir denken man konnte erkennen, dass das Spiel in Bestbesetzung anders gelaufen wäre. Aber Konjunktiv bringt uns hier nix. Die Kids haben gegen sämtliche Widrigkeiten gekämpft wie die Löwen, da können alle verdammt stolz drauf sein. Außerdem sind drei Punkte Differenz eine gute Ausgangslage für das Rückspiel – dann werden wir sehen…“

erklärten die Coaches frustriert aber ebenfalls mit erhobenen Köpfen nach dem emotional mitreißenden Spiel.

Für den ETB waren am Start: Neo (37), Hüseyin (8), Momo (8), Max A. (7), Alex (7), Fynn (7), Max W. (5), Carla (2), Noah (2) und Lukas

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