Maximal Mini

Der Bundesverband (DBB) lässt es immer wieder verlauten: Wir brauchen mehr Kinder, die mit Basketball beginnen, die Basis muss sich vergrößern. Dadurch bekommt Basketball mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, die Breite wird breiter und damit tragfähiger und die Spitze spitzer, also leistungsstärker. Alle profitieren von mehr Basketballbegeisterten, egal welchen Leistungsniveaus. Von Bundes- und Landesverbandseite werden dazu Hilfestellungen und Förderungen angeboten, die sich den jüngsten Basketballer*innen widmen, beispielsweise Turniere (Mini-Festivals), spezielle Trainerausbildungen (Minitrainer-Offensive), Regelanpassungen (Mini-Regeln) oder Mädchenförderung (Girls-Day).  Was die Vereine dann im Einzelnen leisten, ist abhängig von der Ausrichtung und den  Voraussetzungen vor Ort.

Der ETB SW Essen hat sich unter der sportlichen Leitung von Björn Barchmann explizit der Mini-Förderung verschrieben.

„Was unten nicht anfängt, kann oben nicht ankommen. Außerdem ist Basketball so viel mehr als Bundesliga und NBA“,

bekräftigt Barchmann seine Überzeugung für den Fokus auf die  Kleinsten. In der U12 fällt es bei den gezeigten Leistungen, vor allem der ersten Teams der vergangenen beiden Jahre, allerdings schwer, von „Minis“ zu sprechen. Denn die gut ausgebildeten Kids der ersten U12 Mannschaft schlossen letzte Saison bereits als Tabellendritter der höchsten NRW Liga (Jugend-Regionalliga) ab und stehen aktuell wieder auf Platz drei. Allerdings sind solche Erfolge nicht ohne Talente umliegender Vereine zu realisieren. An dieser Stelle wollte der ETB ansetzen und  verstärkt das große Potential einer Stadt wie Essen nutzen.

Durch eine Neuausrichtung des Mini-Bereiches, mit Fokus auf Kinder im Alter bis zehn Jahren, wurden bereits in dieser Saison die Mitgliederzahlen deutlich gesteigert. Mit 32 neuen Mini-Spielerpässen ist der ETB unter die NRW-weiten TOP 10 gelangt. Die Ergebnisse der Ligateams können sich sehen lassen: Die U10-1 von Coach Hannah spielt in der Oberliga und damit höchsten Liga dieser Altersklasse und steht auf einem starken zweiten Platz bei 13 Siegen und gerade einmal einer Niederlage. Und auch die U10-2 von Coach Gerrit, in der Kreisliga am Start, befindet sich aktuell auf dem dritten Platz bei fünf Siegen und ebenfalls nur einer Niederlage. In beiden Teams entwickeln sich die Kinder hervorragend.

Das Herzstück der Mini-Förderung ist aus Sicht der ETB-Führung jedoch die von Innogy gesponserte „Innogy-Liga“. Eine Stadtteilliga, die Kinder der Altersklasse U8 und U10 miteinander spielen lässt. Ganz ohne offiziellen Ligabetrieb, unkompliziert und unterstützt von Verein und Schulen mit dem Fokus auf Spiel, Spaß und Miteinander.

„Kurze Wege zu den Trainingshallen, engagierte Trainer mit passender Ansprache an die Allerkleinsten und wenig Aufwand und Verpflichtungen für den Spielbetrieb“,

hält Manuel Möbes für das Erfolgsrezept der Innogy-Liga. Er ist seit vielen Jahren beim ETB aktiv und hat sich als „Mini-Koordinator“ insbesondere der Förderung dieses Bereichs verschrieben:

„Wenn Eltern nicht selbst vom Basketball kommen oder von einem anderen Mannschaftssport, dann ist nicht immer gleich das Verständnis gegeben, die Kinder in entfernte Hallen zu fahren und bei Auswärtsspielen gar in andere Städte. Auch sind viele Eltern berufstätig und haben einfach nicht die Möglichkeit. Ganz junge Kinder wissen auch häufig noch gar nicht, welche Sportart genau ihr Ding ist. Hier bietet die Stadtteilliga optimale Bedingungen, erst mal rein zu schnuppern und ohne großen Aufwand Basketball aus zu probieren. Wenn es Spaß macht, werden die Kids sicher dabei bleiben“,

erörtert Möbes. In insgesamt sechs Teams (Nord, Mitte, Süd, Überruhr, Mülheim an der Ruhr und ganz neu auch Altenessen) messen sich die Kinder miteinander und haben viel Spaß dabei.

„Spannend ist ja, dass wir auf Platz Neun der Mini Neuanmeldungen des WBV stehen, ohne dass die Kids der Innogy-Liga überhaupt dort auftauchen. Denn die benötigen ja keine offiziellen Spielerpässe. Es tut sich also gewaltig etwas beim ETB, wenn man die jetzt auch noch alle sichtbar machen würde“,

freut sich Barchmann über die schnell steigenden Zahlen der aktiven Minis im Essener Stadtgebiet. Der ETB ist also mit seiner Arbeit im Minibereich auf einem sehr guten Weg. Eine gute Ausgangslage, um sowohl junge Talente zu entwickeln, als auch vielen bewegungsinteressierten Kindern ein sportliches Zuhause zu bieten. Weiter so, ETB, let´s play Basketball!

Wer ein Kind zuhause hat, das immer schon gerne mit einem Ball auf den Korb wirft, kann Koordinator Manuel Möbes (manuel.moebes@gmx.de) kontaktieren oder einfach direkt beim Probetraining vorbeischauen.

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