U19 der Metropol Baskets Ruhr in Köln gefordert

An den letzten vier Spieltagen entscheidet sich in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL), welche 16 Teams in den Playoffs um die Deutsche U19-Meisterschaft und welche 16 Teams in den Playdowns um den Klassenerhalt kämpfen. Mittendrin in diesem Kampf sind die Metropol Baskets Ruhr, die nach ihrer 67:84-Heimpleite gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen vor zwei Wochen aus eben diesen Playoff-Rängen herausgefallen sind. Das Kooperationsteam von ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und BSV Wulfen hat daher an den ausstehenden vier Spieltagen vier echte Endspiele. Das erste am Sonntag um 13 Uhr bei den RheinStars in Köln (ASV-Sporthalle, Olympiaweg 3, Köln-Müngersdorf).

Köln war der Auftaktgegner der Metropol Baskets Ruhr nach deren dreijähriger Abstinenz von der NBBL.  Das Spiel im Oktober erndete mit einem 69:68 nach Verlängerung für die Ruhrgebiets-Auswahl. Das heißt: Köln kann mit einem Heimsieg mit zwei Punkten Differenz den direkten Vergleich gegen Metropol gewinnen und das Team von Bill Paterno und Predrag Radanovic in noch tiefere Tabellenregionen stürzen. Anders herum hat Metropol die große Chance, mit dem vierten Auswärtssieg der Saison einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu tun und die eigenen Playoff-Chancen zu wahren. Denn dann werden die Kölner an den Metropol Baskets Ruhr wohl nicht mehr vorbeiziehen können.

Köln ließ zuletzt mit dem vierten Saisonsieg aufhorchen – 76:66 gewannen die RheinStars beim rheinischen Rivalen in Bonn. Auch das Hinspiel gegen Bonn und die beiden Matches gegen das sieglose Schlusslicht aus Langen entschieden die Schützlinge von Platon Papadopoulos für sich. Der Grieche agierte im Hinspiel viel mit einer Zonenverteidigung. Darauf sind Paterno/Radanovic vorbereitet und werden ihre Scharfschützen Felipe Galvez Braatz, Fabian Berens oder Till Hornscheidt in Position bringen. Überragender Akteur der Kölner ist Pointguard Tillmann Wörner, der fast 20 Punkte pro Spiel erzielt und im Hinspiel 34 Zähler markierte. Seine Bewachung dürfte eine Sonderaufgabe für Luca Gerke oder Alexander Winck werden. Bei Metropol hat sich das Personal im Vergleich zum Saisonstart deutlich geändert: Malte Thimm ist nicht mehr im Kader, Valentin Bredeck ist krank. Jason Tolkmit und Nils Peters fallen mit Bänderriss weiterhin aus. Wer diese Plätze im Kader einnimmt, entscheiden die Metropol-Coaches am Freitagabend. Von seiner schweren Grippe zum Jahreswechsel erholt ist Marco Coric, auch Center Jason Isanza ist wieder im Training. Mit dem jungen Thomas Fankhauser im RheinStars-Trikot wartet auf ihn eine anspruchsvolle Defensivaufgabe.

„Do or die“ – „mache es, oder sterbe“: unter diesem Basketball-Motto steht das Spiel für beide Teams am Sonntag. Die Metropol Baskets Ruhr beschwören dabei ihren Teamgeist, der sie Anfang Januar in Gießen zu einem großartigen Spiel beflügelt hatte. Spieler lieben solche Herausforderungen. In Köln kann Metropol einen großen Schritt nach oben tun.

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