U19-Team finisht mit 18:0-Run zum 66:55-Sieg in Leverkusen

Vor exakt 500 Jahren nagelte Martin Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche. Der Reformationstag inspirierte auch die Metropol Baskets Ruhr. Das U16-Team nagelte 96 Punkte im Rasta Dome Vechta in die Reuse der Rasta Young Dragons und sicherte sich mit dem 96:66-Auswärtssieg beim direkten Verfolger vorzeitig Platz eins der Vorrundengruppe 2 der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Zwei Stunden später nagelte das U19-Team Gastgeber Bayer Leverkusen in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga mit einem 18:0-Run in den letzten vier Spielminuten an die Wand und machte aus einem 48:55-Rückstand einen 66:55-Sieg. Das NBBL-Team gab damit im Nachholspiel des 2. Spieltages der Hauptrundengruppe 2 ein deutliches Zeichen Richtung Playoff-Ambitionen, rückte wegen des besseren Direktvergleiches hinter Spitzenreiter Phoenix Hagen auf Platz zwei.

Bereits am Freitag geht es für die JBBL (Spielbericht aus Vechta folgt) mit dem Nachholspiel gegen Oldenburg (19 Uhr, Vestische Arena) ins letzte Vorrundenspiel. Das NBBL-Team reist am Sonntag zu den Giraffen Langen nach Hessen und peilt den dritten Saisonsieg an.

Der zweite Saisonsieg in Leverkusen war alles andere als einkalkuliert. Und lange Zeit lag die U19 der Metropol Baskets Ruhr in Leverkusen in Rückstand. 6:0, 14:6 und 20:11 zum Ende des ersten Viertels hieß es für den NBBL-Methusalem aus Leverkusen. Beim 22:11 (11.) war die höchste Bayer-Führung des Matches erreicht. Metropol besann sich nun auf seine Kampfkraft. Angeführt vom überragenden Till Hornscheidt ging der Gast sogar 27:30 in Führung, doch zur Pause führte das von Ex-Nationalspieler Hansi Gnad trainierte Bayer-Team wieder 32:30.

Schwaches NBBL-Niveau hatte das dritte Viertel (15:12), in dem  Metropol durch Luca Gerke 34:37 in Führung ging, dann aber komplett den Faden verlor. Einen 12:0-Lauf nutzte Leverkusen zum 46:37. Erst der starke Fabian Berens hielt Metropol im Spiel mit seinen Körben zum 46:39, 47:42 und kurz nach Beginn des letzten Viertels zum 47:45.  Auch der Dreier zum 53:48 ging auf das Konto des Flügelspielers, der gegen Hagen noch verletzt passen musste. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Schlüsselszene des Spiels schon ereignet: Metropol-Center Jason Isanza, der jede Menge Intensität ins Spiel gebracht hatte und mit Blocks und Assists geglänzt hatte, wurde nach einer Rangelei mit Leverkusens Lasse Branding disqualifiziert, während Branding für seinen Ellenbogencheck ein unsportliches Foul erhielt.

Aber diese Szene setzte beim Metropol-Team Adrenalin und Emotionen frei. 53:45 lag Metropol hinten, fortan kämpfte das Team von Bill Paterno und Predrag Radanovic für den der Halle verwiesenen Isanza. Mit bekanntem Ende: 21:2 bzw. 18:0 gingen die letzten Minuten an den NBBL-Aufsteiger Metropol Baskets Ruhr. Getragen wurde die Mannschaft dabei vom überragenden Youngster Till Hornscheidt. In der Vorsaison war der 16-jährige Velberter noch deutschlandweiter Topscorer der JBBL. nun gab er in Leverkusen eine Bewerbung als „NBBL-Rookie of the year“ ab. 25 Punkte, 6 Rebounds und eine Effektivität von 24 waren Bestwerte des Spiels. Mit Hornscheidt auf dem Feld legte Metropol 30 Punkte zwischen sich und Leverkusen. Knapp dahinter folgte Fabian Berens: Mit 15 Punkten und 9 Rebounds verpasste er das Double-Double nur knapp. Mit Berens auf dem Feld, distanzierte Metropol die Gastgeber mit 27 Punkten.

Der Metropol-Fokus liegt nun auf dem Spiel in Langen (5.11., 15 Uhr, Georg-Sehring-Halle, Berliner Allee 91, Langen). Dort soll mit einem weiteren Auswärtssieg der Erfolg vom Reformationstag vergoldet werden.

Metropol: Marco Coric, Fabian Berens (15/2, 9 Reb.), Philipp von Quenaudon, Valentin Bredeck, Luca Gerke (11), Moritz Rieken (2), Jason Isanza (2), Finn Fleute (3), Malte Thimm, Till Hornscheidt (25/5, 6 Reb.), Nils Peters und Jason Tolkmit (8).

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