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Hornscheidt JBBLBasketballer lieben diese Spiele: „do or die“ – Sieg oder Saisonende. Ein solches „do or die“-Spiel haben die Metropol Baskets Ruhr am Sonntag um 13.30 Uhr in der Vestischen Arena Recklinghausen (Campus Blumenthal, Zufahrt Buddestraße).   Im Achtelfinale der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) gastiert kein geringerer als der Nachwuchs von Alba Berlin im Ruhrgebiet. Vor einer Woche hatten die Metropol Baskets Ruhr mit 64:75 in Berlin verloren und liegen in der „best of three“-Serie des Achtelfinales mit 0:1 zurück. Nur ein Metropol-Sieg am Sonntag würde die Achtelfinal-Serie verlängern und ein drittes Spiel am 23. April in Berlin-Mitte bedeuten.  Gewinnt der Alba-Nachwuchs am Sonntag in Recklinghausen, stehen die Berliner im Viertelfinale und für die Metropol Baskets Ruhr, Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen, ist die JBBL-Saison beendet.

„Wir glauben an unsere Chance und wollen gewinnen“, gibt sich Metropol-Coach Philipp Stachula kämpferisch. In seiner Rookie-Saison hat der junge Coach mit den Metropol Baskets alle Erwartungen übertroffen. Nach dem Bronzemedaillengewinn im vergangenen Jahr musste ein komplett neues JBBL-Team aufgebaut werden. Doch dann ging es zusasmmen mit Co-Trainer Pit Lüschper und Teambetreuer Nils Stachowiak praktisch von „0 auf 100“. Erst die knappe Qualifikation für die Hauptrunde, dann im letzten Spiel die Qualifikation für die Playoffs. Und dann das Achtelfinal-Glückslos Alba Berlin: Die Underdogs aus dem Ruhrgebiet, wo vieles mit ehrenamtlichen Engagement organisiert wird, gegen die deutsche Talentschmiede aus der Bundeshauptstadt, wo Tausende Euros in die Jugendförderung investiert wird. Zweifelsfrei ist das Duell Metropol gegen Alba das Duell des Basketball-David gegen den Goliath.

Daher haben die Gastgeber am Sonntag nichts zu verlieren. Für viele U16-Spieler ist es der vorläufige Höhepunkt ihrer jungen Karriere. Wieder werden alle 21 Spieler auf der Metropol-Bank sitzen, auch wenn nur 12 ein Trikot tragen können. Gegen den körperlich überlegenen Gast aus Berlin, bei denen Elias Rödl, Sohn von Ex-Nationalspieler Hendrik Rödl, zu den jüngsten Akteuren zählt, werden die Metropol Baskets durch die Bank eine Topleistung abrufen müssen, um die Sensation zu schaffen und Alba die zweite Saisonniederlage beizubringen. Auswärts sind die Jung-Albatrosse sogar noch komplett ungeschlagen. Nur dann ginge die Saison für die Metropol Baskets noch zwei Wochen weiter. Mindestens.

Dagegen hätte niemand bei den Gastgebern etwas einzuwenden, insbesondere Till Hornscheidt nicht. Mit genau 28,5 Punkten pro Spiel ist der Velberter der beste Scorer deutschlandweit in der JBBL. Der 16-Jährige war auch bei Spiel eins in Berlin mit 37 Punkten der beste Werfer auf dem Feld. Das Sensationelle bei diesen Werten: Von den 15 Spielern in der JBBL, die einen Punkteschnitt von mehr als 20 Punkten haben, steht Hornscheidt am wenigstens auf dem Feld, gerade einmal 28 Minuten und 19 Sekunden. Werte, die für einen JBBL-MVP ausreichen könnten. Aber für solche Ambitionen wäre der Viertelfinal-Einzug hilfreich.

„Till spielt eine überragende Saison, er trägt in der Offensive unser Spiel“, sagt Metropol-Coach Stachula. „Aber seine durchschnittlich 2,6 Korbvorlagen und fast vier Ballgewinne pro Spiel beweisen, dass er auch Teamplayer ist und verteidigen kann.“ Hornscheidts gesamte Saison ist eine einzige Bewerbung auf den MVP-Titel. Bester „sechster Mann“ ist er allemal, denn Stachula bringt den Flügelspieler meiste von der Bank, nur selten in der „starting five“. „Wir brauchen 12 starke Spieler, wenn wir Alba bezwingen wollen, nicht nur einen überragenden Till“, sagt Stachula. Unterstützung bekommen die Metropol Baskets Ruhr am Sonntag von den BTC Claws Cheerleader aus Herne, die normaler Weise beim Damen-Bundesligisten Herner TC cheeren. Zudem hofft Metropol am Sonntag gegen Alba auf eine Saison-Rekordkulisse. Die Vestische Arena soll ein weiteres Highlight des Jugendbasketball erleben. Vor einem Jahr am 8. Mai hatte Metropol dort in einem dramatischen Viertelfinale gegen Gotha den Einzug ins Top4-Turnier der JBBL gefeiert. Und jetzt kommt Alba Berlin…