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20161030 jbbl metropol duesseldorf d unverferth 12Es ist vollbracht. Mehrere Jahre hatten die Metropol Baskets Ruhr in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) nicht gegen den Ruhr-Rivalen Phoenix Hagen Youngsters gewinnen können. Doch seit Sonntag ist dieser Hagen-Fluch besiegt. Mit 74:69 (30:26) gewann das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen in Altenhagen und feierte den zweiten Auswärtssieg, gleichzeitig ihren zweiten Saisonsieg. Damit bleiben die Metropol Baskets Ruhr im Kampf um Platz drei in der JBBL-Vorrundengruppe West in Lauerstellung. Am kommenden Sonntag haben sie wieder Heimrecht, empfangen in der Vestischen Arena Recklinghausen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter Bayer Leverkusen (Sonntag, 13.11., 11 Uhr). Noch warten die Ruhrgebiets-Basketballer in dieser Saison auf ihren ersten Heimsieg.

In Hagen beim weiterhin sieglosen Schlusslicht taten sich die Metropol Baskets Ruhr zu Spielbeginn schwer. Nach drei absolvierten Minuten sah sich das Metropol-Trainerduo Philipp Stachula / Pit Lüschper angesichts eines 6:13-Rückstandes zu einer ersten Auszeit gezwungen. Das Wachrütteln der Mannschaft war offensichtlich nötig, funktionierte auch. Beim 15:15 war der Rückstand egalisiert, aber Metropol-Topscorer Till Hornscheidt saß da schon foulbelastet auf der Bank. 20:17 ging der erste Abschnitt an Hagen. Deutlich besser – insbesondere in der Verteidigung – lief es dann im zweiten Viertel. Metropol ließ nur sechs Hagener Punkte zu, gewann den Abschnitt 13:6 und lag zur Halbzeitpause 30:26 vorne. Von diesen 30 Punkten hatte Hornscheidt gerade einmal zwei beigesteuert – eine wichtig Entwicklung im Teamgefüge. Mit starken 22 Punkten nach dem Seitenwechsel avancierte der Velberter aber erneut zum besten Werfer auf dem Feld.

Doch zum Leidwesen der Coaches und der mitgereisten Fans war die Leistung der Gäste nicht über 40 Minuten konstant. Aus einem 30:36 machten die Hagener um ihren wichtigsten Akteur Daniel Zdravevski binnen weniger Angriffe eine 39:38-Führung. Die Metropol Baskets retteten letztlich einen hauchdünnen 52:51-Vorsprung in die letzte Viertelpause. Im Schlussabschnitt führte der Tabellenletzte aus Hagen dann mit 61:58 und 63:61. Drei Minuten vor Ende war der Ausgang total offen, Stachula/Lüschper nahmen eine ganz wichtige Auszeit. Mit der Umstellung auf eine Halbfeld-Pressdeckung zogen die Gäste den Phoenix Youngstern den Zahn. Schnelle Ballgewinne sorgten für eine 68:63-Führung knapp zwei Minuten vor Schluss. Der 72:65-Vorsprung 71 Sekunden vor Ende war dann die Vorentscheidung, auch wenn Hagen noch einmal auf 69:72 verkürzte. Der wichtige zweite Saisonsieg wurde von den Metropol Baskets Ruhr ausgiebig gefeiert, der Traum vom Hauptrunden-Einzug lebt weiter.

„Das war ein Sieg des Willens, wir haben uns diese zwei Punkte hart erarbeitete“, resümierte Assistent-Coach Pit Lüschper nach dem Auswärtssieg. Neben den Langzeitverletzten Valentin Bredeck und Jonas Thiehoff fiel erneut Patrick Liebert auf der Spielmacher-Position aus. Als sich dann auch noch die beiden Center Nils Charfreitag und Dennis Ded krank abmeldeten, mussten die Metropol-Coaches ihr Team umstellen. Die Hauptlast lag diesmal auf der starting five, die 71 der 74 Punkte markierte. Überragend agierte der Essener Powerforward Noah Wierig, der sich in 31 Spielminuten nicht weniger als 19 Rebounds pflückte – am 4. Spieltag Deutschland-weit der JBBL-Bestwert und die drittbeste Reboundleistung aller 48 JBBL-Teams in der bisherigen Saison. Wierig und Jan Philipp Wüllrich leisteten unter den Körben Schwerstarbeit gegen Hagens Daniel Zdravevski und Henri Vaihinger. Für seine starke Defense erhielt auch Tidjane Sow ein Sonderlob der Coaches.

Den Schwung aus dem Hagen-Sieg wollen die Metropol Baskets Ruhr nun ins Heimspiel gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen mitnehmen. Kampflos wird der Tabellenvierte die Punkte dem Tabellenführer nicht überlassen. Der Erfolg in Hagen war am Sonntag auch deshalb doppelt wichtig, weil alle Vorrunden-Ergebnisse ab Februar in die Haupt- oder Relegationsrunde mitgenommen werden.

Metropol Baskets:
Paul Sundheim, Andreas Altekruse (1), Tidjane Sow, Luca Michels, Robin Danes (2), Till Hornscheidt (24/4, 4 Ballgewinne), Lennard Kaprolat (6/1), Malte Thimm (15/2), Noah Wierig (10/1, 19 Rebounds), Wesley Knaup, Fynn Dallinga und Jan Philipp Wüllrich (16, 8 Rebounds)