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Die Überraschung vor Augen, den Sieg zum Greifen nah – und dann doch mit leeren Händen dastehend. Das ist der kurze Nenner, auf den das Heimspiel der Metropol Baskets Ruhr in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) gegen den Gruppenfavoriten Giants Düsseldorf Junior Team zu bringen ist. Bei der 61:73 (30:33)-Heimniederlage des Kooperationsteams von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen in der heimischen Helmholtz-Halle lieferten die Metropol Baskets einen großartigen Kampf, der leider unbelohnt blieb. Düsseldorf verbesserte sich mit diesem Erfolg auf Platz zwei hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer Bayer Leverkusen. Metropol lauert mit einem Sieg auf Position vier, tritt bereits am kommenden Sonntag beim noch sieglosen Schlusslicht Phoenix Hagen Youngsters an.

Sechs Minuten waren noch zu spielen, als der abermals überragende Metropol-Akteur Till Hornscheidt zum 57:49 die höchste Führung der Gastgeber herauswarf. Der Rotschopf aus Velbert, der bereits im Kader des ProA-Ligisten ETB wohnbau baskets steht, hatte am Ende 27 Punkte auf seinem Konto, ist mit im Schnitt 29 Punkten pro Spiel der überragende Offensivspieler der JBBL-Gruppe West. Doch das reichte nicht zum Sieg, weil die Gäste aus Düsseldorf nach dem verpatzten Saisonstart in Leverkusen unbedingt die zweite Niederlage vermeiden wollte. Dennis Ded aus Dorsten traf zwar noch einen Freiwurf zum 58:51, Till Hornscheidt einen Freiwurf zum 59:57 – doch dann zogen die Giants vorbei. Dennoch hofften die Metropol-Fans in der gut gefüllten Halle mit prächtiger Stimmung  auf den Überraschungserfolg. Dennis Ded verkürzte auf 60:62, als noch knapp zwei Minuten zu spielen waren. 69 Sekunden vor Ende versenkte der Herner Jan Philipp Wüllrich einen Freiwurf zum 61:65, immer noch war alles möglich. Aber das war es dann mit den Treffern der Ruhrgebiets-Basketballer. „Uns ist nach hinten heraus einfach die Puste ausgegangen“, zeigte sich Metropol-Coach Philipp Stachula enttäuscht über die Schlussphase. Aber insgesamt war der Trainer sehr zufrieden: „Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel gezeigt. Mit diesem Kampfgeist hätten wir vor einer Woche gegen Göttingen nicht verloren.“ Immerhin musste das Trainer-Duo Stachula/Lüschper auf zwei etatmäßige Aufbauspieler verzichten: Valentin Bredeck (Recklinghausen) fällt noch den gesamten November aus, Patrick Liebert (Essen) musste ebenfalls verletzt passen.

Nach einem frühen 3:8-Rückstand nahm Metropol die Herausforderung Düsseldorf an, führte nach einem Dreier von Aufbauspieler Lennard Kaprolat (Recklinghausen) nach dem ersten Viertel mit 12:10. Die folgende 15:10-Führung durch Ded und Wüllrich hatte leider nicht lange Bestand. Immer liefen die Gastgeber einer Giants-Führung hinterher. Zur Pause hieß es 30:33. Nach dem Wechsel machte Till Hornscheidt einen 36:43-Rückstand im Alleingang wett, unter dem Jubel der Zuschauer traf der Topscorer zum 43:43 und dann zur 45:43-Führung der Metropol Baskets. Den 49:45-Vorsprung vor dem Schlussviertel stellte Powerforward Jan Philipp Wüllrich (Astrostars Bochum) her. Beim 55:47 und 57:49 war die höchste Metropol-Führung herausgeworfen. Doch das Pulver war verschossen, mit einem 24:4 in den letzten sechs Minuten drehten die Düsseldorfer das Match und entführten die Punkte aus Essen. Für einen Sieg war die Trefferquote der Metropol Baskets mit 31 Prozent zu schwach. Düsseldorf traf 42 Prozent seiner Würfe.

Ein großes Lob erhielt Robin Danes (Mettmann), der in Düsseldorf lebt, aber am Sonntag im Metropol-Trikot gegen seine Heimatstadt antrat. Der Dorstener Andreas Altekruse feierte sein JBBL-Debut, von ihm erwartet Coach Stachula nach erfolgter Akklimatisierung noch einiges. Schon am kommenden Sonntag kommt es in Hagen zum Schlüsselspiel bei den Phoenix Youngsters. Gelingt den Metropol Baskets dort der zweite Saisonsieg, ist Platz drei der JBBL-Gruppe West weiterhin in Reichweite.

 Metropol Baskets:
Paul Sundheim, Tidjane Sow, Andreas Altekruse, Robin Danes (3, 4 Steals), Till Hornscheidt (27/3), Lennard Kaprolat (5/1), Lennart Rieken, Malte Thimm (3), Noah Wierig (5/1, 7 Reb.), Dennis Ded (3, 6 Reb.), Nils Charfreitag (2), Jan Philipp Wüllich (13, 5 Reb.)